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Warum Familienforschung ?
Seit einiger
Zeit betreibe ich Familienforschung, ein wunderbares und sehr interessantes
Hobby, welches (so glaube ich) ein hohes Suchtpotential in sich hat.
Einzige Voraussetzung sind Neugierde und Ausdauer sowie ein wenig
Forscherglück und Verständnis des eigenen Partners.
Ihr findet auf diesen Seiten Vorfahrendaten aus unserer Familie,
Historisches und Geographisches aus ihren Herkunftsgegenden, viele
Bilder, Links zu anderen genealogischen Seiten sowie zu Hilfen für die
eigene Familienforschung und hoffentlich immer ein wenig mehr.
Diese Seiten sind das erste Ergebnis bei dem Versuch, dieses neue und
interessante Hobby auszuüben. Ich bin mir bewusst, dass der Anspruch
einer genealogischen Arbeit noch nicht erfüllt ist, aber es könnte der
Beginn dazu sein. Vielleicht endet es in einer richtigen Familien- bzw.
Sippenchronik.
Die Arbeit ist meinen beiden Kindern gewidmet und ich hoffe, dass eines
von ihnen die begonnene Arbeit später weiterführt oder sie in geeignete
Hände legt.
Es soll aber auch allen Verwandten die Wurzeln aufzeigen und sie mögen
sich aufgefordert fühlen, an dieser Familienchronik mitzuarbeiten. Alle
werden gebeten, Persönliches aus der eigenen Erinnerung aufzuschreiben;
Standesurkunden, Schrift- (Handschriften) und Bildmaterial zu sammeln
und mir zur Verfügung zu stellen.
(Wenn nicht im Original möglich, dann als Kopie oder Datei)
Warum ich Familienforschung betreibe? - Weil ich neugierig bin.
Das ist locker daher gesagt, hat aber seine Geschichte und seine
Bedeutung. Beim Begräbnis meines Großvaters (mütterlich) stand ich
Verwandten gegenüber, die ich nicht, bzw. nicht mehr kannte; diese
Situation verunsicherte und ärgerte mich damals gleichermaßen. Zudem war
Verwandschaft auf der väterlichen Seite nie ein großes Thema, denn durch
die Vertreibung aus dem Sudetenland wurde die komplette Familie
zerrissen – und das hat bei Allen vor meiner Generation tiefe Narben
hinterlassen.
Ich fing an, mich stärker für meine Verwandtschaft zu interessieren und
kam automatisch zu Fragen über die gemeinsamen Vorfahren. Wer waren sie?
Woher kamen sie? Wie lebten sie? Wie weit rückwärts kann ich sie
aufspüren?
Ich suchte Antworten auf diese Fragen. Denn als Mensch, dem die Fragen
unserer Gesellschaft nicht gleichgültig sind und der sich schon deshalb
mit unserer Geschichte beschäftigt, kam ich zu der Überzeugung, auch die
eigene Verwandtschaft kann Antworten geben. Als meine Großmutter
84jährig starb, erkannte ich, welch unschätzbare
Familiengeschichtsquelle ich unzureichend genutzt hatte. Von diesem
Zeitpunkt an, intensivierte ich meine Bemühungen, innerhalb der
Verwandtschaft Informationen abzuschöpfen. Dies mag vielleicht wie
Voyeurismus erscheinen – ist es aber nicht. Erschwerend kommt hinzu,
dass - wie bereits erwähnt – meine Familie väterlich nach dem 2.
Weltkrieg aus dem Sudetenland (Weißwasser, Jauernik) vertrieben wurde
und keine Dokumente irgendwelcher Art vorhanden sind.
Ich handle nur nach einer alten Weisheit: Wer nicht fragt, bekommt keine
Antworten - oder: wer nicht neugierig ist, erfährt auch nichts. Und ich
habe Zweierlei erfahren:
-
Aus
diesen vielen Informationen von der älteren Verwandtschaft, sowie
aus Quellen der Fachliteratur weiß ich mittlerweile weit mehr über
das Sudetenland, als über andere Region.
-
Was ich
über das Zusammenleben ethnischer Gruppen, deren wechselseitige
Unterdrückung, sowie über Krieg, Vertreibung und Unrecht erfuhr,
sagt mir mit Blick auf die Krisengebiete dieser Welt:
Geschichtskenntnisse wären so ungeheuer wichtig – denn Geschichte
wiederholt sich.
Letzte
Änderung: 13. Juli 2010 |
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